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Donnerstag, 26. Februar 2009

Top 22 deutscher Serien: Nr. 21

21. Freunde für immer - Das Leben ist rund (Headwriter u.a. Sönke Wortmann)

Diese nette kleine Dramedy dreht sich um das Leben einer Hobby-Fußballmannschaft. Das Thema lässt sich schon im Titel erahnen: Die Freundschaft der Mannschftskollegen steht im Vordergrund. Und nein, keine der Figuren ist Forensiker, Polizist, Detektiv, Anwalt oder Arzt. Allein dies ist schon eine willkommene Abwechslung. Leider ist es dafür wohl mit einer holländischen Serie als Vorbild entstanden, aber da diese hier ja keiner kennt...
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,414125,00.html
Unter der Woche lebten alle ihre komplizierten Leben, doch am Sonntag, wenn alle ihre Fußballschuhe schnürten, war plötzlich alles sehr einfach: Ein Ball, zwei Tore, ein Gegner.

Wortmann schrieb alle sieben Folgen mit ein paar Kollegen und führte bei zwei Folgen gar Regie. Prompt wurde die Serie für den deutschen Fernsehpreis nominiert. Es ist schon ungewöhnlich, dass sich ein Kinofilmregisseur in die Gefilde der TV-Serie verirrt, aber wenn jedesmal eine so sympathische, witzige und vor allem natürliche Serie dabei rauskommt, sollte dies vielleicht öfter passieren. Und auch wenn ich mich natürlich nicht mehr an jede Storywendung erinnere, weiß ich doch noch, dass das Finale packend war und ja, dort stattfand, wo alle Jungs hinmüssen, um Männer zu werden: Auf dem Bolzplatz.

Cheerio

Top 22 deutscher Serien: Nr. 22

Wie schon vor einigen Tagen angekündigt, möchte ich mal anfangen euch die deutschen Serien vorzustellen, die ich (mindestens) für sehenswert halte, wobei ich mich nicht auf aktuelle beschränke. Ausdrücklich schließe ich auch Miniserien, Mehrteiler etc. aus, das ist eine eigene Kategorie. So sehr die deutsche Serie krankt (jüngstes Opfer ist Klinik am Alex), so großartig sind viele Mehrteiler: Der Schattenmann, Der Tunnel, Der Seewolf und einige mehr.
Hier also die zweiundzwanzigbeste deutsche Serie aller Zeiten!!!!!!!!!!!!

22. Der Clown (Headwriter Stefan Barth)

Ohje, wie soll eine Liste weitergehen, die so anfängt? Ich gelobe Besserung. Trotzdem mochte ich die von Action Concept für RTL hergestellte Serie, die es in vier Jahren auf 46 Folgen in sechs Staffeln brachte. Man sieht schon: In Deutschland werden kaum mal gut 20 Folgen in einem Jahr produziert (und wenn es mal eine macht, wie KaA, dann hat sie keinen großen Erfolg). Max Zander war Der Clown und machte den bösen Jungs das Leben schwer. Zentral für den Unterhaltungswert waren nicht nur die spektakulären Stuntsequenzen, sondern vor allem die beiden Figuren Claudia und Dobbs.

Außerdem war die Maske einfach liebevoll gestaltet, selbst wenn sie Herr Martinek zu oft ablegte, um in den unangebrachtesten Szenen sein mimisches Geschick zur Schau zu stellen. Der Ansatz war für heutige deutsche Verhältnisse geradezu revolutionär: Man nehme KEINE erfolgreiche Ami-Serie, sondern überlege sich selbst etwas und mache das dann so unterhaltsam wie möglich. Die Leute damals...

So, in meinem Bestreben nicht mehr ganz so lange Posts zu verfassen, kommt die nächste Serie erst...demnächst. Ratet mal, welche Nummer ;)

Cheerio

Mittwoch, 25. Februar 2009

Baby Bob

Soweit ist es gekommen. Ich schreibe über eine Sitcom, die Baby Bob heißt, werktag morgens auf Pro7 läuft und von einem sprechenden Baby handelt. Zu meiner Verteidigung euer Ehren:
1. Ich liebe gute Sitcoms und die Tatsache, dass sie bald wieder eingestellt wurde, sagt über ihre Qualität leider nichts aus (siehe Wonderfalls, The Tick, Greg the Bunny, Mind of the married Man,...)
2. Der Cast ist super: Adam Arkin aus Chicago Hope, Joely Fisher aus Desperate Housewives und Ehe ist..., Holland Taylor aus Mein cooler Onkel Charlie und Elliot Gould aus Ocean's Eleven. Pretty pretty good! (Um es mit den unsterblichen Worten von Larry David zu sagen.)
3. Die ersten drei Folgen waren ganz lustig und...süß. Baby Bob spricht so gut wie ein Erwachsener es tun würde, hat aber natürlich seine eigene Perspektive: Bei einem schön bunten Bild in einer Galerie meint er: "Es ist so schön bunt. Als ob jemand einen Clown an die Wand genagelt hätte.
Die Animation ist für eine TV-Serie (und eigentlich auch sonst) gut gelungen, wobei nur der Mundbereich bearbeitet wird. Ansonsten hat man einfach ein fettes Baby vor sich.

Die Figurenkonstellation ist a-typisch für eine traditionelle Sitcom: Arkins Dad Gould (nein, ich kann mir keine Figurennamen merken) hält ihn für verweichlicht, Fishers Mom Taylor konzentriert all ihre Zuneigung auf ihre andere Tochter, ein furchtbar nerviger Strahlebalg. Bobs Babysitter schließlich weiß von dem Geheimnis und schüttet Bob ihren Liebeskummer aus.
Selbst das Sofa steht wieder da, wo ein Sitcom-Sofa stehen muss. Links von der Haustür und rechts von der Küche, die wiederum einen Hinterausgang bietet. Selbst die Szene, in der der doofe Ehemann in einer Galerie vor einem Feuerlöscher steht und sich fragt, was der Künstler ihm damit wohl sagen will, fehlt nicht.

Fazit: Ich kann mich dunkel erinnern, das sich die erste Folge schon vor Jahren mal gesehen habe und nicht sooo begeistert war. Aber: Ein sprechendes Baby, das sich über ein anderes im Käfig lustig macht und eine Mutter, die ein sprechendes Baby nicht mehr stillen kann...schon sehr witzig. Entweder haben sich meine Ansprüche verringert, oder es ist wirklich ganz nett. Wenn dann an dem Ehemann zum Schluss ein anderer mit dem erstandenen Feuerlöscher im Arm die Galerie verlässt, hat sich die Serie jedoch aus den Sitcom-Untiefen verabschiedet.

Morgen ist es soweit und ich beginne mit meiner epischen Reihe: Die besten deutschen Serien aller Zeiten! Außer ich muss etwas über die heutige Folge von Prison Break sagen. Ich finde die dritte Staffel bisher eigentlich ziemlich gut (im Gegensatz zu den meisten anderen).

Cheerio

96 hours...


...so der Titel des neuen des von Luc Besson produzierten und geschriebenen Films. Weil der deutsche Zuschauer anscheinend Taken nicht verstanden hätte. Besson, wie in Das Fünfte Element und Leon - Der Profi. Besson, wie (heute) Mann hinter The Transporter, Taxi, Crank,...
Besson hat sich in Frankreich ein riesiges Studio aufgebaut und produziert jetzt Haudrauf-Film auf Haudrauf-Film. Nicht, dass das was schlechtes wäre.

Obwohl mich bisher kaum einer dieser Filme gerockt hat, habe ich mir gestern auch den neuesten angeschaut: Liam Neeson wird doch wissen, wo er da unterschreibt? Rausgekommen ist dann doch wieder nicht mehr als ein ganz netter Actionthriller. Ein paar nette Verfolgungsjagden (man glaubt es kaum!), einige kurze sehr brutale Fights Bourne-Style, einige hübsche Damsels-in-distress und ein sehr sympathischer Neeson.

Doch die menschenverachtende Frauenverschlepperei im Film ist nicht neu und deshalb hat sich der Schockwert schon verbraucht. Verdammte Verrohung der Jugend! Und wenn man schon einen klischeebeladenen Actionfilm mit Logiklöchern so groß wie Usbekistan macht, dann BITTE BITTE BITTE erspart dem Zuschauer eine halbe Stunde Papa-Tochter-Setup. Niemand kümmert sich um diese Abziehbilder von Stereotypen: Die zickige Ex, der Vater, der seine Pflichten lange vernachlässigt hat, die Tochter, deren Stiefvater ein reicher Schleimbeutel ist...
So ein Film muss einfach 90 Minuten Adrenalin und Eskapismus liefern (siehe Crank). Handlung ist für Weicheier! So.

Natürlich ist dies alles nicht so ernst zu nehmen, aber niemand geht wegen der Handlung in Taken. Außer es ist sein erster Film. Nichtsdestotrotz bietet Taken ein packendes Finish und so verlässt man doch noch guter Laune das Kino.

Cheerio

Dienstag, 24. Februar 2009

Slumdog Millionaire

Ich habe zwar gestern schon ein paar Worte zu Slumdog Millionaire verloren, den ich vor einigen Wochen in einem Kino in den USA sehen konnte, doch hier ein paar mehr:
Hollywood liebt eine gute Aufsteigergeschichte. Slumdog Millionaire ist keine. Es geht nicht um einen Jungen aus den Slums, der Millionär wird. Es geht um einen Jungen, der durch seine Teilnahme an dem indischen Wer wird Millionär? die Liebe seines Lebens gewinnen will. Der Gewinn könnte ihm nicht gleichgültiger sein.

Spoiler!!!!!
Tatsächlich sieht sie (und halb Indien) ihn wie er die Sensation schafft. Sein Bruder, der ihn verraten hat, opfert sich für ihn, indem er dem Mädchen zur Flucht vor ihrem gewalttätigen Mann verhilft. Sie findet den Mut zu flüchten, weil sie sieht, dass es nur einen Grund gibt, aus dem Jamal an der Show teilnimmt und gewinnt. Nicht, weil er so gebildet wäre, nicht weil er raten würde. Er weiß die Antworten, weil ihn sein bisheriges Leben und der Kampf um seine große Liebe an Punkte geführt hat, die ihm genau die Antworten geliefert haben.
Es ist Schicksal. Doch diese Show macht Jamal nicht nur Millionär und gibt ihm nicht nicht nur die eine Liebe, nein, sie gibt all den Unterdrückten, Glücklosen und Armen Indiens etwas, das unmöglich schien:
Hoffnung. Hoffnung auf ein besseres Leben und den Glauben an sich selbst.
Spoilerende!!!!

Klingt nach einem guten Film, oder? Dann wird das Ganze auch noch in hochdynamischen, energiegeladenen, farbenprächtigen Bildern in wunderschönen Einstellungen erzählt und mit einem (auch für wenig Bollywood-affine Ohren) stimmigen Soundtrack unterlegt. Die jungen Schauspieler, allen voran der Darsteller von Jamal nehmen den Zuschauer durch ihre natürliche Spielweise völlig für sie ein.

Der oscarprämierte Schnitt ist wirklich spektakulär. Die Anfangssequenz spielt gleich mit drei verschiedenen Zeitebenen: Die Situation bei WwM?, die Folter vor der letzten Sendung und der Grund, aus dem Jamal an der Show teilnimmt, die Folter übersteht: Latika.

Spoiler!!!!
Als er sie am Ende schließlich in Armen halten darf und ihre vernarbte Wunde küsst, die ihr Mann ihr hat zufügen lassen, flasht der Film zurück zu den Ereignissen direkt davor und spult die Handlung zurück, bis zu dem Augenblick, in dem die beiden einen perfekten Moment teilten. Jamal macht so mit einem Kuss alles vergessen, was sie getrennt hat, alle Wunden heil.
Spoilerende!!!

Der Aufbau des Drehbuchs ist großartig geglückt: Nach den verschiedenen Fragen wird gezeigt, woher Jamal die Antworten weiß. Oft sind dies unfassbar traurige Erinnerungen, mal ist es witzig, oft geht es um seinen Kampf für Latika. Parallel zu Jamals Entwicklung sieht man die Entwicklung Indiens hin zu einer Weltmacht, was unter anderem deutlich wird, als Jamal und sein Bruder sich nach Jahren in einem im Bau befindlichen Hochhauses treffen: Sie sitzen voneinander entfernt am Rand vor der Skyline Mumbais, und staunen über den Fortschritt, der aber auch hart erkauft werden muss.

Die immer höher werdenden Einsätze der Quizshow bieten natürlich eine optimale Spannungskurve für einen Film:
Spoiler!!!!
Als er bei der letzten Frage seinen Bruder anrufen will, antwortet in letzter Sekunde Latika, auf deren Handy Jamals Bruder seine Nummer umgeleitet hat. Er wusste, dass er sein Leben wird opfern müssen. Für Latika, für den Verrat an seinem Bruder. Als der Moderator schon die Verbindung trennen lassen will, ertönt in der Stille des Studios im letzten Moment Latikas Stimme. "Jamal"? Alles, was danach kommt, ist egal. Die Verbindung ist hergestellt. Jamal weiß dies und erratet den dritten Musketier, denn: Es ist Schicksal.
Spoilerende!!!!!!!

Fazit: Ob es sowas wie Schicksal gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für einige Momente daran glauben zu dürfen, das ist das große Geschenk dieses Films.

And the oscar has gone to...

Der Vollständigkeit halber die für mich positiven und negativen Ergebnisse der Oscarverleihung:

+ Slumdog Millionaire verdienter Gewinner mit insgesamt 8 Oscars
(wobei diese Anzahl diskutierbar ist)
+ tolle Musicalnummer von Jackman (und Anne Hathaway)
+ Penelopes Akzent
+ Wenn der Preis schon nicht an Christopher Nolan gehen konnte, dann ist Danny Boyle eine hervorragende Wahl gewesen. Unter vielen anderen Dingen hat mich gerade die Farbpalette des Films beeindruckt. Die Aussage von Herrn Gätjen, den Film könne man förmlich riechen, kann ich nur unterstreichen. Was in der Plumpsklo-Szene nicht gerade angenehm war. Seine Filme sind sogar noch energetischer als er selbst und das will etwas heißen. (Persönlich fand ich sein Meisterwerk Trainspotting 28 days later und vor allem dem visuell überwältigenden Sunshine unterlegen.)
+ Der schon für Ganz oder gar nicht nominierte Simon Beaufoy bekommt zu Recht den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Boyle dar aber auch gerne mit seinem Stammautor Alex Garland (The Beach, 28 days later, Sunshine) wieder zusammenarbeiten, der aber wohl noch eine Weile mit Halo beschäftigt sein wird.


- Pixars Presto gewinnt nicht den Preis für den besten animierten Kurzfilm?!?!? Ich kenne den französischen Gewinner nicht, aber es muss schon der beste aller Zeiten sein, wenn er besser als der von Pixar sein soll
- nur ZWEI Oscars für The Dark Knight!!! Heath und Sound Editing? Ernsthaft? Wenn man schon den Inhalt einer "doofen Comicverfilmung" nicht zu würdigen weiß, sollte wenigstens die phänomenale Machart gewürdigt werden. Schamlos geplant war auch, dass die Verleihung des Preises für den besten Nebendarsteller nach hinten geschoben wurde, weil natürlich viele wissen wollten, ob der Tote gewinnt und so länger vor dem Bildschirm sitzen blieben.
- Jackman war zwar wirklich gut, aber nächstes Jahr hätte ich Präsentator Bill Maher gerne als Moderator. Nach Chris Rock, Ellen Degeneres und Jon Stewart wäre das ein weiterer Comedian, der auch nach dem Intro noch für gute Laune sorgen könnte. Er, oder Stephen Colbert!


Nur so:
Ich habe Milk und somit auch Penns Performance nicht gesehen, fand aber Langellas Nixon phänomenal. Der Preis für das beste Originaldrehbuch ging an Dustin Lance Black für Milk, wozu ich eigentlich auch nur sagen kann, wie gut mir Brügge sehen...und sterben gefallen hat (ausnahmsweise ist hier der deutsche Titel fast besser als das nichtssagende In Bruges). Seine Rede war für mich die bewegendste der Verleihung und kann hier nachgelesen werden:
http://oscar.com/oscarnight/winners/?pn=detail&nominee=Milk%20-%20Writing%20(Original%20Screenplay)%20Nominee

Interessant war auch, dass die Drehbücher für vier der fünf für den besten Film nominierten Werke Adaptionen waren (und das Originaldrehbuch zu Milk zudem auf historischen Ereignissen basiert). Liegt das an der fehlenden Originalität der Drehbuchautoren oder an dm fehlenden Mut der Produzenten? Ei oder Huhn?

Cheerio

Sonntag, 22. Februar 2009

Qualität vs. QUOTE

Es ist schon absolut erstaunlich, wie zuverlässig qualitativ hochwertige US-Serien untergehen: Terminator - The Sarah Connor Chronicles (ohne Marc Terenzi) wurde nun abgesetzt, LOST hat eine ähnliche Quote, aber weder wird Pro7 eines seiner Aushängeschilder absetzen, noch wäre es klug die doch SEHR leidenschaftlichen LOST-Fans zu verägern. Vielleicht sind die Simpsons einfach kein geeignetes Lead-In. Schließlich dürfte die Quotenmisere auch einfach daran liegen, dass viele keine Serien mit fortlaufenden Handlungssträngen mögen. Dies ist schade, denn gerade hier offenbart sich die moderne Fernsehserie als veritabler Nachfolger des Romans, die mit ihren Möglichkeiten in der Tiefe zu erzählen diesem in nichts nachsteht.
Siehe: The Wire, The Shield, The Sopranos, Six Feet Under, West Wing, Deadwood, Rom, Dexter und eben LOST und sogar S.C.C. ist eine überraschend intelligente Fortsetzungsserie.

Jetzt hat auch noch HIMYM am Samstag zwischen Mein cooler Onkel Charlie und Scrubs miese Quoten eingefahren. Ohne jetzt in allzu ausufernde Medienkritik verfallen, den gut gemeinten Satz "Qualität setzt sich durch" sollte man vielleicht nochmal überdenken, wenn dafür generische Serien wie "Ghost Whisperer" sehr gute Quoten einfahren. Von den CSI-Klonen und x-zillionen Krimis nach Abziebild mal ganz abgesehen.

Die neue Folge McOC gefiel mir übrigens wieder ausgesprochen gut: Jon Cryer ist ein Slapstick-Talent, wie es heute nicht mehr viele gibt, Sheen unverschämt symphatisch und der fette Junge ist auch gut. Seine Mutter Lilith (auch schon in Frasier ein passender Name für eine bies...zick...feurige Frau) war diesmal dankenswerterweise nicht zu sehen. So sehr ich die Schauspielerin auch noch aus Noch mal mit Liebe schätze, die Figur ist furchtbar nervig. Und ja, ich weiß, dass das Sinn und Zweck der Sache ist ;)

Mann kann der Serie natürlich vorhalten, dass sie ein Klischee nach dem anderen abspult: Diesmal waren es die furchtbare High-School-Zeit des uncoolen Dads und sein väterlicher Rat sich nichts von den anderen sagen zu lassen. Da sein Verhalten dazu im krassen Widerspruch steht, lässt er sich heroisch von einem Muskelprotz vor den Augen seines Sohnes über das Auto werfen, aber immerhin hat er seinen Stolz behalten. Oder so...Trotzdem schafft es die Serie durch den Einfallsreichtum der Autoren rund um Chuck Lorre und die spielfreudigen Darsteller auch diesen potentiell ausgelutschten Plots noch neue witzige Seiten zu entlocken. Wenn die beiden Erwachsenen Jake apokalyptische Bilder zeichnen, wie es ihm in der High School ergehen wird und Cryer sich an der Frontfensterscheibe des Wagens versucht festzukrallen, dann ist das Comedy-Gold!

Doch es sind ja nicht nur die besten US-Serien, die es (nicht nur) in Deutschland schwer haben, sondern auch gerade die erzählerisch ambitionierten, witzigen und intelligenten Serien aus Deutschland, die gegen eine grundsätzlich negative Erwartungshaltung anrennen müssen. Klar, jeder liebt die US-Serien und sie sind ja auch auf allen Ebenen das beste, was es an Unterhaltung gibt. Trotzdem: Auch die Deutschen haben es gerade in den letzten Jahren geschafft zumindest eine Hand voll wirklich guter Serien zu produzieren: Stromberg ist da nur eine, die aber auch nur wegen seiner Prestigeträchtigkeit weiterlaufen darf. Aber dazu kommen demnächst ein paar Posts, in denen ich TA TA TA TAAAMMM!!!!!
meine 22 besten deutschen Serien aller Zeiten präsentieren werde!!!!!!
Doch zuvor steht natürlich noch ein Post zu den Oscars an. (Meine Kritiken zu Frost/Nixon und Benjamin Button könnt weiter unten nachlesen.)

Cheerio
 
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